Alles zerstört?


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Abgeschickt von Ätzi am 05 Januar, 2004 um 19:09:21

Ich fühle mich komplett am tiefsten Punkt angelangt und weiss nicht mehr weiter. Ich bin eine 37-jährige Frau, seit 8 Jahren mit meinem 2 Jahre jüngeren Mann verheiratet. Wir haben zwei Kinder, 4 und 7 Jahre alt. Ich habe viele Fehler gemacht, den Hauptfehler war, dass ich ihn zu fest eingeengt habe, ich wollte ihn immer für mich haben.
Er hatte immer eher Mühe mit Reden, Diskussionen etc. So hat er mir nie wirklich mittgeteilt, was ihn wirklich stört. Er hat einfach immer nur geschluckt und ich habe nichts gemerkt. Am 13. Dezember 03 habe ich erfahren, dass er seit einem Monat eine Freundin hat, welche selbst zwar auch noch einen Freund hat (seit 4 Jahren), es ihm bis jetzt noch
nicht gesagt hat und es auch ihren Eltern nicht getraut zu sagen, da diese katholisch sind und sehr streng. Sie ist erst 26 Jahre alt und wird Ende Januar für 5 Monate nach Kamerun gehen. Am 28. Dezember ist mein Mann ausgezogen und geniesst seither sein Leben mit dieser Frau. Meine Kinder und ich sowieso sind sehr traurig. Ich hatte mit meinem
Mann endlich gute Gespräche. Er hat geredet und alles kam aus ihm heraus. Er erzählte, dass er jetzt einfach nicht mehr kann und will und mich nicht mehr liebt. Er sagt auch, dass er diese Frau liebt und denkt schon daran, wie es sein wird, wenn sie wieder zurück ist. Sie hingegen kann nicht richtig zu ihm stehen (sonst hätte sie es sicher wenigstens
ihrem Freund gesagt) und sie sagt auch, sie wisse nicht, was sein wird, wenn sie dann wieder da ist. Er hängt total an ihr und sieht nichts anderes mehr. Gibt uns einfach auf, schmeisst alles hin, ohne mir auch nur eine Chance zu geben, das wieder gut zu machen. Ich sehe meine Fehler ein, möchte daran arbeiten und glaube, dass wir zusammen passen würden
denn wir streiten uns sonst nicht, harmonieren ansonsten eigentlich sehr gut. Mein eigentliches Problem ist, dass er selber noch nicht 100% sagen kann, ob das was mit ihr wird (ich weiss nicht, ob er sie entscheiden lässt) und falls es mit uns wieder was werden würde, dann bräuchte er sehr lange, meinte er. Also entweder akzeptiere ich das alles und
leide wie verrückt (mir laufen ständig die Tränen runter, ich fühle mich so hilflos) ich liebe ihn wirklich oder ich beende das Ganze (obschon ich das eigentlich gar nicht will) und hätte so ein Ende mit Schrecken statt ein Schrecken ohne Ende. Eigentlich möchte ich doch nur mein Leben mit diesem Mann verbringen, eine Familie sein, und ich würde
an mir arbeiten und würde das auch schaffen, das weiss ich.
Hat jemand von euch einen Rat?


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