Abgeschickt von Christine am 05 September, 2003 um 00:28:56
Antwort auf: Probleme beim Zusammenziehen von Sandra am 25 August, 2003 um 09:09:57:
Hallo Sandra!
Dein Problem kenne ich gut. Wo soll ich anfangen? Also mein Bruder hatte das gleiche Problem wie Du. Er wollte mit seiner Freundin (war dann ganz schnell seine Frau weil sie schwanger wurde) ins Haus meiner Eltern einziehen. Es gibt zwei schöne, große getrennte Wohnungen. Aber meine Schwägerin wollte nicht. Trotz Versuch scheiterte es schon nach 2 Tagen im lauten Streit. Sie zog aus, er hinterher. Das Kind kam, alles wunderbar. Dann zogen sie nach ca. 2 Jahren in die Nähe meiner Eltern (5 Min. Entfernung) und es dauerte nicht lange, da war die Ehe zu Ende. Ich kann Deinen Freund verstehen, mein Freund macht z. Z. fast das gleiche mit. Ich wohne jetzt in der 5 Min. entfernten Wohnung und er zieht nächsten Monat zu mir. Da auch für ihn wie für mich die Familie sehr sehr wichtig ist, wollte ich nicht in seine Stadt (halbe Stunde entfernt) ziehen, obwohl ich seine Familie sehr mag. Das Problem hat sich gelöst, weil ich im elternlichen Eigentum wohne und er ganz in der Nähe arbeitet. So, nun gibt es bei Euch das eine oder das andere (hoffentlich nicht das AUS – gebt ja nicht auf!!!) Mit dem „unterordnen“ auf den ersten Blick quatsch, aber doch irgendwie berechtigt. Gewohnheitsrecht – auf Garten, Keller, ... Mama kocht, die Türen stehen offener als im Mietshaus... Vielleicht will er einfach Dich alleine – ohne Schwanz, wie man so sagt! Meinem Freund passt es auch nicht, das wir so nahe bei meinen Ellis wohnen – bin ja ständig da – er kommt dann einfach nicht mit, fertig! Frag Dich mal, ob es nicht einfach zu bequem ist bei den Eltern zu wohnen? Ja! Evtl. finanziell, Wäsche, kochen, einkaufen, ... ein gut eingefahrenes Team, Deine Eltern und Du, nur ein Puzzelstück zum Glück fehlt und das lässt sich nicht so einfach anpassen. Ich persönlich hätte meine Wohnung nicht aufgegeben (zu schön, zu billig, nahe bei Ellis, soll mal meins werden,...). Schlag vielleicht Deiner Mutter ein Gespräch mit Deinem Freund vor, die es bestimmt lieber hat EUCH im Haus wohnen zur haben als Fremde! Ein offenes Gespräch kann so vieles verändern .... würde gerne noch viel mehr schreiben aber Du merkst ich hätte es nicht getan, auszuziehen. Du kannst gerne zurückmailen – würde mich schon interessieren, welche Fortschitte es bei Euch gibt.
Viele Grüße, ich drücke Dir die Daumen das ihr das Richtige macht, Christine